2002
Bergsteigen wie 1938
Mit historischer Ausrüstung
durch die Eigernordwand
Historisches Flashback. 2002 hatten das Schweizer Fernsehen SRF und der deutsch-französische Sender arte.tv ein besonderes Dokfilm-Projekt: Die Erstbegehung der Eigernordwand sollte gefeiert werden. Das war 1938. Mit Anderl Heckmair und Heinrich Harrer. Unser Team bestand aus zwei professionellen Bergsteigern (Stephan Siegrist und Michal Pitelka) und mir sowie zwei weiteren Freunden, die mich beim Filmen und Fotografieren sicherten. Allein das Beschaffen, Anpassen und Testen der 1930er-Ausrüstung (genagelte Schuhe, spezielle Steigeisen, Leinenkleidung, Hanfseile etc.) erforderte viel Zeit und Sorgfalt. Für uns Alpinisten ging es darum, Heckmair und seine Crew für ihren enormen Einsatz zu ehren. Alles wurde schwarz-weiss gefilmt.
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17. - 18. August 2002
Eiger: 3970 m
"Um die Eigernordwand zu besteigen, braucht man eine Menge Selbstvertrauen. Ich hatte es in grossen Mengen." Anderl Heckmair
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Beschaffung der historischen Ausrüstung
Günstige Wetterbedingungen.
Steinschlag (1938 trug man noch keine Helme!). Wir haben den Herbst gewählt, weil dann der Steinschlag am geringsten ist.
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AS Buchverlag, Mammut, Grivel, Bohren Schuhe Grindelwald
2003
Südpatagonisches Inlandeis
Erstdurchquerung mit Børge Ousland
Ohne Support. 54 Tage. 526 km
Eine meiner anspruchsvollsten Expeditionen. Berge, Gletscher, Flüsse und jede Menge Stürme, und das alles zusammen mit meinem guten Freund Børge Ousland. Børge und ich ergänzten uns bestens: Børge hatte bereits Soloexpeditionen in der Arktis und Antarktis gemacht und war ein erfahrener Eisspezialist; ich kam aus den Bergen und wusste, wie man sich im Fels bewegt. Am Fella Reichert mussten wir unsere Ausrüstung (mehr als 90 Kilo pro Person) über eine 600 m hohe Wand abseilen. Das war einer der Knackpunkte unserer Expedition. An dieser Stelle brauchten wir 15 Tage, um16 Kilometer zu schaffen.
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August - September 2003. 526 km. 54 Tage.
Start: 24 .August in Tortel. Am Ziel: 16. Oktober in Puerto Natales.
Erste Durchquerung ohne Support. Verbindung von Bergsteigen und Arktis-Expedition. Teamwork von Feinsten.
Proviant für 67 Tage.
Paddeln mit dem Kajak zum Montt Glacier
Erste Expedition zusammen mit Børge Ousland
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Feuchtigkeit
Wind und Stürme bis 200km/h
Gletscherspalten
Rettung bei Notfall wäre äusserst schwierig gewesen
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Council, Patagonia, Prijon Kajaks, Helsport, Fischer Skis
2006
Arctic Solo
Quer über den Arktischen Ozean:
Das Unmögliche schaffen.
2 Jahre der Vorbereitung. Mein Plan war: Über den Arktischen Ozean von Sibirien nach Kanada. Allein und ohne Support. Das hatte noch keiner geschafft. 2000 Kilometer in 100 Tagen. Doch unweit der sibirischen Küste zerschellten meine Träume. Am zweiten Expeditionstag wurde die Unterlage immer brüchiger. Ein Sturm kam auf und frass das Eis unter meinen Füssen weg. Ich war in höchster Lebensgefahr und setzte einen Notruf ab. Nach vier Tagen traf der russische Heli ein. Das war das Ende meines Traums. Dabei hatte das Abenteuer noch gar nicht so richtig begonnen.
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2000 km allein und ohne Support
180 kg Ausrüstung und Proviant für 90 Tage
Start März 2006
Abbruch der Expedition wegen tödlicher Wetterbedingungen
Rettung in letzter Minute nach einer Wartezeit von 4 Tagen
Eisbären hatten mich als Beute entdeckt
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Das Scheitern der Expedition veränderte mein Leben.
Ich versank in einem schwarzen Loch.
Zweifel an meiner Leistungsfähigkeit
Ich erholte mich und machte mich ein Jahr später auf die nächste Expedition.
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Walter Meier, Globetrotter, Globotrek, Ajungilak, Mammut, MLG Holding AG, Patagonia, Advance
2007
Franz Josef Land
Auf den Spuren von Fridtjof Nansen:
In 85 Tagen vom Nordpol nach Kap Flora
Eine magisches Expeditionserlebnis. Fridtjof Nansen (1861-1930) ist der Super Hero der Polarforschung. Grund genug seinen Spuren zu folgen. Zusammen mit dem norwegische Polarforscher Børge Ousland machte ich mich auf. Wir hatten Skis, Windsegel, Kajak und Schwimmanzüge im Gepäck. Unser erstes Ziel: 86,4° nördlicher Breite, jener Punkt, an dem Nansen und Johansen gestartet waren. Genau wie unsere historischen Vorbilder kämpften wir uns von dort in Richtung Franz-Joseph-Land vor. Nach 85 Tagen erreichten wir Kap Flora, wo Nansen und Johansen 1895 gerettet wurden. Anschliessend warteten wir 26 Tage auf das Segelboot, das uns nach Norwegen zurückbringen sollte. Die Expedition bleibt mir als magisches Erlebnis in Erinnerung.
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1500 Kilometer
113 Tage
180 kg Ausrüstung und Proviant
40 Begegnungen mit Eisbären
Die Expedition wurde vom National Geographic Magazine unterstützt.
Børge und ich wurden 2008 als “Adventurer´s of the Year” ausgezeichnet.
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Als die Eisfläche immer unbegehbarer wurde, konnten wir Nansens Erleichterung gut verstehen, als er endlich Festland am Horizont erblickte.
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Council, Emch+Berger, Walter Meier, Gaz de France, Globetrotter, Globotrek, Ajungilak, Patagonia, Syberg & Syberg AS, Garmin, Advance
2010
Ostgrönland
Erstbegehung Grundtvigskirken Ostwand
1300 Meter Big Wall vom Feinsten.
Erst verrückte Idee, dann Erstbegehung. Zusammen mit meinen Partnern Roger Schäli, Simon Gietl und Daniel Kopp gelang die Erstbegehung der 1300 Meter hohen Ostwand des Grundtvigskirken. (Jost von Allmen begleitete unser Vorhaben.) Ausgangspunkt war der Ofjord an der Spitze des Scoresby Sund. Der Big Wall Climb umfasste 40 Seillängen mit Schwierigkeitsgrad bis zu 7a+. Zum ersten Mal gesehen hatte ich den den 1977 Meter hohen Grundtvigskirken, als ich 2008 im Auftrag des norwegischen Fernsehens in Grönland war. Wir gaben der neuen Route dem Namen „Eventyr“, was auf Dänisch sowohl Märchen als auch Abenteuer bedeutet.
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Einzigartiges Big-Wall-Kletterabenteuer
Wunderschön geformter Berg im Scoresby Sund an der Ostküste Grönlands
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Klettern in der arktischen Landschaft, umgeben von Fjords und Eisbergen
Nur mit Zodiacs zugänglich
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In Auftrag von Salewa
2017
Direttissima Schweiz
Schnurgerade durchs ganze Land
350 km rauf und runter
Dem Breitenkilometer 1160 entlang. Nach zahlreichen Abenteuern rund um den Globus wollte ich mal meine Heimat erkunden. So durchquerte ich im Sommer 2017 die Schweiz auf einer schnurgeraden Strecke: Vom Grenzstein Nr. 183 im Westen bis zum Stilfserjoch im Osten. Dabei habe ich mich nie mehr als ein paar hundert Meter von Breitenkilometer 1160 entfernt. Insgesamt legte ich 45 000 Höhenmeter zurück. Die „Direttissima Schweiz“ wurde 1983 zum ersten Mal im Rahmen eines Sommerprojekts von Radio SRF in Angriff genommen. Die Alpinisten Toni Steiner, Daniel Bähler, Kurt Saurer und Markus Liechti durchquerten die Schweiz damals in 23 Tagen.
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350 km auf einer geraden Linie durch die Schweiz
45 000 Höhenmeter rauf und runter entlang dem Breitenkilometer 1160
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zahlreiche schwierige Passagen im alpinen Gelände
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Leki, Norrøna, Gloryfy, Swisstopo, Swarovski Optik, Garmin, Advance, Real Turmat, Exped, Malbuner, S4 Fitness

2018
Grönland Coast to Coast
1000 km durchs weisse Niemandsland
Faszination Eiswüste
Meer und Eis und Meer. “Coast to Coast” war eine Expedition aus verschiedenen Teilen: Erst mit dem Segelschiff von Schottland via Island nach Grönland. Dann 1000 km zu Fuss über die Ostküste zur Westküste Grönlands. Schliesslich wieder übers Meer zurück nach Schottland. Um Grönland zu durchqueren, benutzten wir Skis und Kites. Das Wetter spielte verrückt: Es schien einer der kältesten Sommer überhaupt zu sein, selbst für arktische Verhältnisse. In den ersten zwei Wochen gab’s kaum Wind. Im Schneckentempo schlichen wir übers Eis. Die Motivation war im Keller. Dann kam der Tag, an dem wir mit unseren Kites 125 km zurücklegten: Full speed durchs weisse Niemandsland. Das musste sein, denn unser Proviant war praktisch zu Ende. Wir schafften es gerade noch rechtzeitig zur Westküste.
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4000 km mit dem Elektroauto von Deutschland nach Schottland und zurück
2900 Seemeilen mit dem Segelboot (Skipper Wolf Kloss) an die Westküste Grönlands
1000 km über das grönländische Inlandeis, von West nach Ost
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Stürmisches Wetter auf der Atlantiküberquerung
Tiefste Temperaturen während wir das grönländische Inlandeis überquerten
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Red Bull, BMW, Lowa, Leki, Deutsche Bank, Real Turmat, Fischer Ski, Marinepool, Edelrid